:

Zusammenfassung

Am dritten Spieltag der Ostsachsenklasse traf der BSV Görlitz auf die zweite Mannschaft des HSV Pulsnitz. Sowohl die Görlitzer als auch die Gäste konnten im Spitzenspiel auf eine volle Bank bauen. In beiden Teams waren erfahrende sowie jüngeren Spieler dabei. Soviel zu den ersten Gemeinsamkeiten der beiden Mannschaften. Doch dabei sollte es erstmal bleiben. Denn auch die zwei Halbzeiten konnten nicht unterschiedlicher sein:

Pünktlich um 16 Uhr gaben die Schiedsrichter aus Neugersdorf die Partie frei. Den eindeutig besseren Start hatten die Gäste, welche schon nach knapp drei Minuten mit 3:0 führten. Die Görlitzer Deckung kam noch nicht richtig in das Spiel und im Angriff wusste man nicht so Recht, wie man gegen die stabile 6:0-Deckung agieren sollte. In der fünften Minute fiel dann schließlich das erste Tor für den BSV und eine Minute später kam der Anschluss durch ein Siebenmetertor von unserem Matthias Schnabel. An diesem Sonntag Nachmittag sollte dies nicht sein letztes Tor sein. Insgesamt erzielte er sechs Tore im Spielverlauf (davon 4/4 Siebenmeter). Was dann zwischen der siebten und der 20. Minute passierte, war für die Görlitzer Fans weniger schön. Der BSV hatte Probleme zu guten Chancen zu kommen, da sowohl die Aufbauspieler als auch der Kreis kaum zu 100% Möglichkeiten kam. Und wenn es mal zu einer Torchance kam, konnten diese nur vereinzelt genutzt werden. Pulsnitz hingegen nutze die Ballgewinne in der eigenen Deckung und setze einen Gegenstoß nach dem Anderen. Das Resultat nach 20 Minuten war dann eindeutig: 4:10 für die Gäste (2:4 – 2:6 – 3:6 – 4:7). An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass das schnelle Spiel der Pulsnitzer bekannt war. Jedoch muss man eingestehen, dass sie ihr schnelles Umschaltspiel an diesem Nachmittag eindrucksvoll bewiesen haben. Auf diese Spielentwicklung musste der Görlitzer Trainer reagieren, sodass er die Auszeit nahm. In dieser kam es zu den ersten Wechseln, welche jedoch nur kurzfristig etwas bewirken konnten. Der BSV hatte nun einen kleinen Lauf und kam auf 7:10 heran. Dies lag einerseits an einem starken Marc Recknagel im Görlitzer Tor und andererseits wurde die Chancenverwertung der Görlitzer besser. Die kommenden fünf Minuten gehörten dann wieder den Gästen. Fast im Minutentakt kamen Letztere zum Torerfolg und der BSV konnte kaum etwas gegen das schnelle Spiel entgegenwirken. So stand es zwei Minuten vor Schluss 7:15 für die Gäste. In der letzten Spielminute der ersten Halbzeit konnten die Görlitzer nochmal Ergebniskosmetik betreiben und mit 9:15 ging es in die Kabine.

In der Pause war erstmal Durchatmen angesagt – sowohl für die Zuschauer als auch für die Spieler. So eine Halbzeit hatte man lang nicht mehr in einem Heimspiel gesehen. Der Görlitzer Trainer Steffen Grabs brachte es in der Kabine auf den Punkt. Die Abwehr muss vor allem auf die Außenspieler der Gäste achten und im Angriff müssen die Bälle ins Tor. Denn so kann man am besten gegen das schnelle Konterspiel entgegenwirken. Außerdem nahm er viele Wechsel vor. Neuer Kreis – neuer Torhüter – neue Halbpositionen und neuer Aufbauspieler. Das Mannschaftsroulette war abgeschlossen. Vor dem Anpfiff der zweiten Halbzeit pushte sich der BSV. Sieben eigene Konter wären doch mal eine tolle Antwort auf die ersten 30 Minuten. Aus diesem kleinen Spaß sollte fast Realität werden:

Innerhalb von fünf Minuten kam der BSV von einem 9:15 zu einem 14:16. Und der Großteil der Tore konnte durch schnelle Gegenstöße erzielt werden. Die erste Zeitstrafe der Görlitzer stoppte erstmal den guten Lauf. Nicht nur die Görlitzer Mannschaft sondern auch die Zuschauer merkten, dass das Spiel noch nicht verloren ist. Schritt für Schritt kämpfte sich der BSV zurück. Die Umstellung des Trainers zeigte Wirkung. Der Angriff kam immer besser ins Spiel und es wurde geduldig bis zur Lücke gespielt.  Vor allem unser Ronny Stephan und David Miegel nahmen richtig Fahrt auf. Beide zusammen kommen nach sechzig Minuten auf 13 Tore. Neben dem Angriff stand auch die Görlitzer Deckung besser. Einen weiteren Beitrag brachte unser Olaf Jenkner im Tor, welcher immer wieder zeigte, was er kann. Innerhalb von 12 Minuten konnte so der BSV den Ausgleich erkämpfen (20:20 in der 42. Minute).

Nicht nur die Männer auf dem Feld zeigten 100 % Kampfgeist. Auch die zahlreichen Zuschauer, der Hallensprecher und die Görlitzer Bank bejubelte jedes einzelne Tor lautstark. Die Gäste reagierten und nahmen die Auszeit. Nach dieser war spätestens das Spitzenspiel “offiziell” eröffnet. Der BSV ging nach 44 Minuten mit 22:20 in Führung und Gäste kamen im Gegenzug zum Anschlusstreffer. Dieser Verlauf sollte bis fünf Minuten vor Schluss weitergehen. Dann gingen die Pulsnitzer wieder in Führung und der BSV konnte in der 58. Spielminute ausgleichen (26:26). In den letzten zwei Minuten konnte der BSV nicht mehr zum Torerfolg kommen und die Gäste gewannen das Spitzenspiel mit 26:28. Den gesamten Spielverlauf könnt ihr nochmal unter folgenden Link aufrufen.

Was kann aus diesem Spiel mitgenommen werden?

  1. Die Pulsnitzer haben ein extrem gutes Umschaltspiel und setzen ihre Gegenstöße gnadenlos.
  2. Ein Spiel ist nicht nach 30 sondern nach 60 Minuten entschieden.
  3. Der BSV hat tolle Fans und wir freuen uns auf das nächste Heimspiel mit euch (15.11.2020 – 16:45 Uhr in der Sporthalle Rauschwalde)!
  4. Das Görlitzer Spiel in der zweiten Hälfte war nicht nur toll anzusehen, sondern der starke Wille und der endlose Kampf waren tadellos. Um unseren Steffen Grabs zu zitieren:

Chapeau, Männer!

 

VORBERICHT

Unsere Männer hatten eine Woche Pause und nun steht das nächste Heimspiel der Saison bevor. Nach einem Unentschieden der Görlitzer gegen Cunewalde (23:23) und einem knappen Sieg gegen die SG Eibau / Zittau (24:22) kommt die zweite Mannschaft vom HSV Pulsnitz nach Görlitz. Die Pulsnitzer sind noch besser in die Saison gestartet und konnten jeweils zwei Punkte gegen Koweg (27:21) und gegen Rietschen (34:23) einfahren. Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Gäste nach zwei Spielen den ersten Platz belegen (4:0 Punkte) und unsere Männer auf dem zweiten Platz (3:1 Punkte) stehen. Außerdem ist auffällig, dass Pulsnitz ein deutlich besseres Torverhältnis (+17) aufweist. Dies liegt vor allem an dem starken und schnellen Angriff, welchen sie schon oft in den Begegnungen der vorherigen Spielzeiten zeigten. Abwehrtechnisch haben beide Teams fast gleich viel Tore zugelassen (44 vs. 45). Somit sollte der BSV gewarnt sein, einfache Fehler im Angriff zu machen, da der HSV diese durch Gegenstöße oder schnelle Kombinationen nutzen wird. Für den BSV wird es wichtig sein, dass auch wie schon in den letzten Spielen viele Spieler Torgefahr ausstrahlen und es so schwer wird, das Görlitzer Spiel zu stören. Beim Kader der Gäste kann wieder von einer vollen Bank ausgegangen werden. Beim BSV gibt es im Vergleich zum Spiel gegen Eibau / Zittau eine personelle Veränderung. Unser Maik Walter muss leider verletzungsbedingt aussetzen. Gute Besserung an dieser Stelle!

Die Zuschauer können sich auf ein schnelles Spiel am Sonntag Nachmittag freuen. Dies zeigten auch die Begegnungen in der letzten Saison. Da gewann der BSV das Hinspiel mit 33:27 und im Rückspiel konnte der HSV das Spiel für sich entscheiden (26:25).

Neben unseren Männern spielen auch unsere Jugendmannschaften am kommenden Wochenende. Am Samstag (15 Uhr) trifft unsere D-Jugend auf Stahl Krauschwitz und am Sonntag vor dem Männerspiel (14 Uhr) spielt die C-Jugend gegen die SG Pulsnitz/Oberlichtenau. Beide Spiele finden in der Sporthalle Rauschwalde statt.

 

Bitte beachtet, dass durch die aktuelle Corona-Situation nur 50 Zuschauer in die Halle gelassen werden können.

Details

DatumZeitLigaSaison
11. Oktober 202060'Ostsachsenklasse Männer2020/2021

Ergebnis

Mannschaft1. Halbzeit2. HalbzeitToreSpielausgang
BSV Görlitz91726Verloren
HSV 1923 Pulsnitz 2151328Gewonnen

Austragungsort

Sporthalle Rauschwalde Görlitz
Diesterwegstraße 8/10, 02826 Görlitz, Deutschland

BSV Görlitz

HSV 1923 Pulsnitz 2

PositionTore
 28

Offizielle

BSV Görlitz
Steffen Grabs
0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar